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Grillanzünder

Da die Holzhohle und die Briketts nicht leicht entzündlich sind, benötigen sie neben genügend Luftzufuhr auch eine Anzündhilfe. Hier kann man zwischen folgenden wählen:

Flüssiger Grillanzünder
Dieser Grillanzünder wird über der Grillkohle verteilt. Nach der Einziehzeit wird er angezündet. Meist handelt es sich hier um Brennspiritus.
Vorteil: Der flüssige Grillanzünder lässt sich leicht, schnell und gleichmäßig auf die Grillkohle verteilen.
Nachteil: Es besteht ein Risiko, dass Stichflammen beim Anzünden entstehen. Ein weiterer Nachteil ist der Geruch, der unangehem ist. Der flüssige Grillanzünder muss vor dem Anzünden erst in die kalten Kohlen einziehen. Der Zeitaufwand ist also hoch.

flüssiger-Grillanzünder

Anzündpaste
Dies ist eine leicht entzündbare Paste. Sie ist fester als die flüssigen Grillanzünder.
Sie wird über die kalten Kohlen verteilt, bevor man sie anzündet.
Vorteil: Die Anzündpaste ist leicht zu dosieren.
Nachteil: Die Anzündpaste lässt sich von Laien nur ungleichmäßig auf die Grillkohle auftragen. Des Weiteren zieht sie nur langsam in die Grillkohle ein.

Anzündwürfel
Der Anzündwürfel ist ein fester Grillanzünder. Es ist sehr leicht brennbar.
Vorteil: Der Vorteil bei diesem Anzünder ist, dass er auch alleine, also ohne Grillkohle, brennt. Die Anwendung ist kinderleicht. Die Würfel werden unter die kalte Kohle gelegt und dann angezündet. Es muss hier auch keine Einwirkzeit berücksichtig werden.
Nachteil: Der Nachteil dieser Anzündvariante ist der Eigengeschmack, den die Würfel dem Fleisch verleihen.

Abflammgeräte/Lötlampen
Diese gasbetriebenen Geräte sind in jedem Baumarkt erhältlich.
Vorteil: Durch die Gaspatronen sind diese Geräte in ihrer Anwendbarkeit sehr flexibel. Ferner besitzen sie eine hohe Hitzeentwicklung. Die Grillkohle kann somit sehr schnell auf Temperatur gebracht werden. Diese Variante ist sehr sicher.
Nachteil: Kartuschen müssen immer wieder nachgekauft werden.

Elektrische Grillanzünder
Hier gibt es zwei Varianten: Ein Fön und eine Art Tauchsieder.
Vorteil: Beide Varianten haben eine hohe Hitzeentwicklung. Die Kohle kann also schnell auf Betriebstemperatur gebracht werden. Durch den gezielten Einsatz des Föhnes wird die Grillkohle gleichmäßig erhitzt. Der Tauchsieder, deren Heizstäbe zwischen die Kohlen platziert werden, kann ebenfalls die Kohle schnell und gleichmäßig erhitzen. Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit, da hier kaum etwas passieren kann. Der Aufwand ist sehr gering.
Nachteil: Der Nachteil der elektrischen Grillanzünder ist jedoch, dass die Einsetzbarkeit dieser Geräte eingeschränkt ist, da Strom benötigt wird.

Eierschachtel
Die Eierschachtel wird in Stücke gerissen und zwischen den Kohlen verteilt.
Vorteil: Sie sind in fast jedem Haushalt vorhanden. Die Brennbarkeit ist gut.
Nachteil: Manche Eierschachteln brennen nur langsam an.

Trocknerflusen
Die Flusen werden auf dem Trocknersieb entnommen und zwischen der kalten Grillkohle platziert. Dann zündet man die Flusen an.
Vorteil: Sie sind in fast jedem Haushalt vorhanden. Außerdem sind sie leicht entzündlich.
Nachteil: Bei aufkommenden Wind besteht eine hohe Brandgefahr, da die Flusen aufgrund des geringen Gewichtes leicht davonfliegen können. Glühen sie noch und gelangen an leicht enzündliches Material, besteht hohe Branntgefahr. Somit ist der Einsatz nicht ungefährlich.

Nicht zu empfehlen sind chemische Grillanzünder. Diese bilden sehr oft beim Anzünden eine Stichflamme. Die Dämpfe sind gesundheitsschädlich und verleihen dem Grillgut einen schlechten Geschmack.

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