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BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test

Der nächste Long Job im Smoker von mehr als 15 Stunden steht an und ihr wollt nicht ständig die Temperatur am Grill nachregeln bzw. in der Nacht nicht ständig aufstehen und die Temperatur checken? Dann ist vielleicht der BBQ Guru DigiQ DX2 genau das richtige „Werkzeug“ für Euch! Denn der BBQ DigiQ DX 2 regelt für Euch die Temperatur am Smoker oder Grill in den Bereich, den ihr gerne hättet! Kommt es zu Abweichungen in der Soll-Temperatur, erkennt das System dies und versucht die Kohlen bzw. den Smoker auf die entsprechende Temperatur zu bringen.

Doch wie macht er das?
Das Regelung ist relativ einfach und auch sehr schnell erklärt. Denn im Prinzip ist der BBQ Guru ein einfaches Grill-Thermometer das zum einen die Fleischtemperatur als auch die Innenraumtemperatur des Smokers oder Grills bestimmt. Man definiert nun  über eine einfache Hoch-Runter-Steuerung die gewünschte Garraum-Temperatur und der BBQ Guru versucht diese über die aktive Steuerung eines Lüfters zu halten!

Beispiel: ihr habt 90 Grad als Sollwert hinterlegt
Die Kohlen zünden richtig durch und die Temperatur fängt zu steigen an. In diesem Moment wird die Luftzufuhr im Smoker einfach gestoppt, die Kohlen bekommen weniger Sauerstoff, glühen dadurch nicht mehr so stark und die Temperatur fällt wieder. Sinkt nun die Temperatur durch den Luftentzug unter die 90 Grad, so wird dies vom BBQ Guru erkannt, der Lüfter läuft an und transportiert frische Luft zu den Kohlen. Dadurch wird die Verbrennung wieder gesteigert und die Temperatur steigt wieder noch oben an. Jetzt beginnt das Spiel von vorne!

Lüfter aus –> Temperatur sinkt unter 90 Grad –> Lüfter an –> Temperatur steigt über 90 Grad

Dies funktioniert natürlich am besten mit der Minion Methode bei der immer neues Kohle bzw. Briketts entzündet werden können. Ich habe sowohl den „Minion Ring“ als auch den „Minion Berg“ gestestet. Wobei mir ersterer kleinere Schwankungen bei der Temperatur Regelung ermöglicht hat.

Hier ein Bild vom Aufbau des Rings:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (11)

TIPP!
Eine Kleinigkeit sollte man jedoch bei diesem Aufbau beachten! Versucht den Startpunkt des Rings auf die gegenüberliegende Seite des Ventilators zu bauen. Dieser gibt zwar mit dem Universaleinsatz die Luft nach unten ab, aber dies reicht aus, dass der Kohlenstaub an das gegenüberliegende Ende transportiert wird. D.h. wenn ihr direkt beim Ventilator-Einlass den Ring entzündet, landen die Kohlenreste auf der Gegenseite unter und auf den noch frischen Kohlen und meiner Meinung nach funktioniert dann die Belüftung nicht mehr so perfekt, wie diese eigentlich sein könnte. Beachtet man aber den Aufbau, so landet der Kohlenstaub an einer Stelle, wo eh nichts mehr verbrannt werden muss und alles ist im grünen Bereich!

Hier ein Bild wie der Aufbau nicht sein sollte! Dieses stammt noch aus meinen ersten Versuchen mit dem BBQ Guru.

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (12)

Da wir gerade schon beim Betrieb sind, möchte ich Euch kurz zeigen, wie man den BBQ Guru montiert.

Dies geht nämlich sehr einfach und sehr schnell von statten!
Hierzu wir einfach der Universal-Lufteinlass in eine vorhandene Luftöffnung geschoben und diese mit einer Schraube fixiert.

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (2)

Von vorne sieht dies dann wie folgt aus:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (3)

Damit der Smoker keine Falschluft ziehen kann, werden alle anderen Luftöffnungen geschlossen und die hier noch geöffneten Stellen mittel Klebeband verschlossen:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (10)

Fertig ist die Modifikation am Smoker, welche sich sehr einfach wieder rückgängig machen lässt.
Von Innen sieht dies dann wie folgt aus:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (1)

Auf die Hülse außen wird nun einfach der Lüfter aufgeschoben und schon kann es los gehen!

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (4)

Am Ausgang des Lüfters gibt es noch einen kleinen Schieberegler. Über diesen könnte man im Bedarfsfalls die maximal einströmende Luft nochmals reduzieren! Ich hatte den Lüfter bei meinem ProQ immer voll offen und bin damit eigentlich recht gut gefahren. Wer aber vielleicht mit einem kleineren Smoker oder bei niedrigerer Temperatur arbeiten möchte, kann diesen Schieber zur Lufteinlassregulierung nutzen.

Das System an sich ist leider nicht wasserdicht und muss im Falle eines Regens oder bei Schnee vor der Witterung geschützt werden. Zumindest die Basiseinheit sollte man in einen Gefrierbeutel packen, damit die Elektronik keinen Schaden nimmt. Beim Ventilator reicht es aus denen so zu stellen, wie es am Bild zu sehen ist. Es sei denn ein Sturm zieht auf – denn dann würde der BBQ Guru die Feuchtigkeit mit einziehen und direkt in den Garraum blasen. Daher leichter Regen oder Schnee ist noch ok – wenn das Wetter jedoch zum Unwetter wird, solltet ihr dieses Equipment besser nicht nutzen.

Die Elektronik läuft übrigens mit 12 Volt – d.h. man könnte den BBQ Guru zur Not auch unterwegs mittels einer Autobatterie speisen! Im Lieferumfang dabei ist ein 12 Volt Netzteil, welches ihr an eine normale Steckdose anstecken müsst. D.h. man ist beim Smoken etwas abhängig von der nächsten Steckdose oder muss mit Verlängerungskabel arbeiten, denn die Zuleitung ist jetzt nicht soooo lange!

So, Lüfter ist montiert – die Sache mit dem Strom habe ich auch angesprochen! Jetzt kommen diese Kabeln zusammen mit den beiden Temperatur-Sensoren in die Steuereinheit:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (5)

Die Bedienung ist wirklich ein Kinderspiel – hier könnten sich andere Hersteller mal ein Beispiel nehmen!
Schritt 1: Man wählt zwischen PIT Temperatur und Food Temperatur aus, wobei diese dann direkt angezeigt wird.
Schritt 2: Über die Up + Down Taste legt man die Soll-Temperatur für den Garraum und für das Fleisch fest.
ENDE!
Gibt es zu große Abweichungen im Garraum, fängt der BBQ DigiQ zum Piepen an. Ist das Fleisch fertig – dito.
Einfach und funktionell – genau so muss es sein! Lediglich der Piepton könnte noch einen Tick lauter sein. Befindet man sich nicht draußen oder in der Nähe des Steuergeräts kann die Warnung schnell überhört werden. Aber hier muss ich den Anbieter etwas in Schutz nehmen, denn dieser bietet die Steuerung noch eine Nummer größer an, bei dieser kann man dann noch zusätzlich über Wifi oder sogar über das Internet seinen Smoker steuern und bekommt dessen Werte angezeigt. Diese Anschaffung hatte ich mir damals schon überlegt – aber der fast doppelt so hohe Preis ist dann doch schon sehr abschreckend für eine Funktion, welche man gar nicht so oft nutzen wird.

Zum Lieferumfang gehört übrigens noch eine Halterung, welche zwar irgendwie funktionell ist – aber auf der anderen Seite einen etwas unfertigen Eindruck macht! Achtung – hier kommt der Universalhalter!

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (9)

Hier hängt ihr dann im oberen Teil die Steuereinheit ein und könnt Euch den Rest so hin biegen wie ihr das Metall benötigt.
Auf der einen Seite genial und auf der anderen Seite erinnert mich das an ne Bastelbude! Egal – das Metall ist aus Edelstahl und rostet auf jeden Fall nicht.

Hier ein kleiner Blick auf den Temperaturfühler:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (8)

Diese sind wirklich klasse!
Robust, gut verarbeitet – der Fühler für das Fleisch ist nicht zu dick und nicht zu dünn. Und der Fühler für den Garraum wird mit praktischen Klipp geliefert! Was will man mehr!

Recht viel mehr ist dann auch schon nicht mit im Lieferumfang enthalten – bis auf die kleine Tasche in der man die Steuereinheit transportieren kann:

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (7)

Ne Tasche halt! 😉
Geliefert wird das ganze in folgender Verpackung zu der man auch nicht viele Worte verlieren muss. Die Anleitung darin ist gut verständlich und von jedem gut umsetzbar. Zumal es dieses Set optimiert für eine kleine Auswahl an Smoker und Grills gibt.

BBQ Guru DigiQ DX 2 im Test - Testbericht (6)

Hier nochmals eine kleine Zusammenfassung der technischen Daten:

Technische Details:

– Temperaturbereich 32 ° bis 245 °C bei +/- 2 °C Genauigkeit
– Abmessungen: 73mm B x 92mm H x 22mm T
– Pulverbeschichtetes Aluminium Gehäuse in drei unterschiedlichen Farben
– LED-Display
– akustischer Alarm

Fazit des Tests: 
Der BBQ Guru DigiQ DX 2 ist kein Zauberwerkzeug, der einem völlig die Arbeit abnimmt, sich um den Grill oder Smoker zu kümmern. Denn wenn die Vorbereitungen nicht gut geplant sind, kann der BBQ Guru kein „Schmiedefeuer“ eindämmen und auch keine Glut an Stellen zaubern wo es nichts zu verbrennen gibt. Hat man jedoch einen Smoker oder einen Grill der grundsätzlich funktioniert, kann der BBQ Guru diesen noch weiter optimieren und er gibt einem die Sicherheit, dass das Fleisch am nächsten Abend so ist, wie man sich dieses vorstellt. Der BBQ Guru ist sozusagen noch eine zusätzliche Sicherheitsoption, dank der man ruhig durchschlafen kann und am eigentlichen Grillabend noch fit für das eine oder andere Bierchen ist und nicht dank der Kontrollgänge mitten in der Nacht am Abend nach dem Essen zu Bett geht. Ob einem dieser Benefit 200 bis 300 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich habe bisher die Anschaffung nicht bereut und hoffe ich konnte Euch mit meinem Testbericht zu einer Entscheidung verhelfen.
Solltet ihr noch Fragen zum Gerät haben, so postet diese einfach als Kommentar unter diesem Beitrag!

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