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Indirektes Grillen – Kohlehalter oder Kohlekörbe?

Beim indirekten Grillen wird die Kohle nur an einer oder an zwei Stellen im Grill verteilt. Jetzt kann man natürlich die Kohle einfach an die entsprechende Position legen und hoffen, dass die Kohle an dieser Stelle bleibt. Arbeitet mit wenig Kohle kann dies durchaus funktionieren. Möchte man jedoch etwas mehr oder auch länger Hitze im Grill haben, so muss die Kohle auch übereinander gestapelt werden. Dies wird jedoch ohne Hilfsmittel eine echt heiße Herausforderung. Daher sind findige Köpfe auf die Idee gekommen, ein Haltesystem für Kohle zu bauen, welches man einfach im Grill befestigen kann.

Dabei sind zwei Arten am Markt erhältlich. Zum einen die einfachen Kohlehalter und zum anderen die Kohlekörbe (Kohlebehälter). Doch zu welchem System sollte man greifen? Mit welcher Methode fährt man besser?

 

Kohlekörbe-oder-Kohlehalter

Diese Gedanken habe ich mir auch gemacht und einfach beide Systeme für Euch getestet. Was mir dabei aufgefallen ist, möchte ich Euch nun in einer kurzen „Positiv / Negativ“ Gegenüberstellung mitteilen:

 

Die Kohlehalter:
Diese bestehen aus einfachen Drahtgestellen, die am unteren Kohlerost verankert werden.

Positiv:
– sehr variable bei der Gestaltung der Kohlefläche
– keine Beeinflussung der Luftzufuhr
– oft günstiger als Kohlekörbe

Negativ:
– etwas umständlich in der Handhabung (benötigt ein paar Kohlen zur Fixierung)

 

Der Kohlekorb:
Diese werden im Normalfall im Doppelpack geliefert und bestehen aus dünnwandigen Metall.

Positiv:
– die Position der Kohle kann leicht verändert werden. So ist es z.B. möglich für ein paar Steaks die Kohle in der Mitte des Grills zusammen zu schieben und danach diese wieder am Rand zu positionieren um in der Mitte eine indirekt grillen zu können.
– das Befüllen der Kohlebehälter geht sehr einfach und schnell

Negativ:
– die Kohle bekommt weniger Luft und bringt laut meinen Tests dadurch weniger Hitze
– teurer als Kohlebehälter

 

Doch zu welcher Variante sollte man nun greifen?
Also ich habe zuerst Kohlehalter genutzt, bin dann zu den Kohlekörbe über gegangen und letztendlich wieder bei den Kohlehaltern gelandet!

Warum?
Ich hatte zum Teil richtige Probleme eine ordentliche Hitze in den Grill zu bekommen. Klar – so round about 220 Grad sind mit beiden Varianten möglich! Aber wenn es mal mehr als 250 Grad sein dürfen, dann ist das mit den Kohlekörben und meinen Kugelgrillvarianten nicht möglich. Oder sagen wir so, nur ganz schwer und es passiert dann sehr schnell, dass die Kohlen unter ihrer eigenen Asche ersticken.

Und dann ist sprichwörtlich der Ofen aus! 😉

Fazit:
Müsste ich mich eines der beiden Systeme entscheiden, würde ich zu den Kohlehaltern greifen. Diese sind zwar extrem unpraktisch falls einmal die Glut verlegt werden muss. Doch besser eine saubere Glut verlegen als die Glut selbst zu riskieren. Wenn die Luftzufuhr total offen ist, mag es noch gehen, aber spätestens wenn man die Temperatur herunter regeln möchte wird es ein Zitterspiel.

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