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Gusseisenrost einbrennen – wie geht man dafür vor?

Gusseisen Grillroste und Grillplatten benötigen eine spezielle Pflege vor Erstbenutzung

Ein Gusseisengrillrost und Grillplatten aus Gusseisen bieten durch ihre Materialeigenschaften eine perfekte Oberfläche für Grillgut welches sehr stark erhitzt werden muss. Jedoch verlangt diese Art von Rost eine besondere Pflege, bzw. auch eine besondere Behandlung vor der Erstbenutzung. Zwar werden viele Grillroste aus Gusseisen schon etwas vorbehandelt zum Kunden ausgeliefert, dennoch kann der Prozess des Einbrennens nicht schaden, sondern fördert die Fähigkeiten des Materials und sorgen für gutes Gelingen des ersten Grillvorgangs. Doch was bewirkt eigentlich der Einbrennvorgang vom Gusseisenrost?

Der Gusseisenrost bildet in Kombination mit Fett und Hitze eine Patina. Die Patina ist zum einen eine Art von Schutzschicht für den Grill, welcher ansonsten sehr anfällig gegen Rostbildung ist und sorgt zusätzlich für eine Antihaftoberfläche, durch welches das Grillgut selbst ohne Fett kaum anbrennt. Legt man nach dem Einbrennen des Gusseisenrostes Grillgut auf den Rost, erneuert sich diese Schicht selbstständig und pflegt sich ganz von alleine! Dabei sollte man nur beachten, dass der Grillrost nicht mit Reinigungsmitteln gesäubert werden darf! Denn dadurch wird eben diese natürliche Patina zerstört und der Rost muss neu eingebrannt werden. Man sollte einen Gusseisengrillrost maximal mit einem normalen Tuch und warmen Wasser zu Leibe rücken.

Einbrennen des Grillrostes oder von Grillplatten aus Gusseisen – so funktioniert es!

In dieser kleinen Anleitung möchte ich Euch nun erklären, was man unter der Bezeichnung „Einbrennen“ versteht und wie man dabei vor geht.

Die Basis für das anständige Einbrennen des Gusseisenrostes ist ein gutes und hitzebeständiges Öl. Welches Öl kommt für das Einbrennen in Frage? Im Prinzip würde ich sagen, alle Öle und Fette, welche man auch in eine Fritteuse kippen kann.

Hier ein kleiner Auszug zu brauchbaren Ölen und Fetten:

– alle raffinierten Öle (Frittieröle) sind für Temperaturen um die 200 Grad geeignet
– Butterschmalz beginnt bei ca. 205 Grad zu verbrennen
– raffiniertes Sonnenblumenöl verkraftet Temperaturen zwischen 215 und 225 Grad
– Palmin (Kokosöl / Kokosfett) oder auch Palmölfett kann man bis zu 220 Grad erhitzen
– diese Öle werden dann nur noch durch raffiniertes Erdnussöl getoppt, das eine Temperatur von bis zu 230 Grad verkraftet.

Mir persönlich sind Öle lieber, da sich diese einfacher verarbeiten lassen.

Hier eine Flasche mit Erdnussöl – Kostenpunkt 2,50 Euro.

Erdnussöl-Gusseisen-Grillrost-einbrennen

 

Hat man sich das Öl beschafft, wird der Rost mit diesem eingepinselt und im Grill auf erhitzt. Sobald das Öl zu rauchen beginnt, nimmt man den Rost herunter, lässt diesen auskühlen und wischt ihn einfach ab.

Danach bestreicht man den Rost wieder mit Öl und die Prozedur beginnt von vorne bis der Grillrost Rauchzeichen von sich gibt.

Wem langweilig ist, der kann diesen Vorgang noch einige male wiederholen! Schaden tut es dem Rost ja nicht!

Ist der letzte Durchgang abgeschlossen, können die ersten Versuche mit Grillgut gestartet werden! Ich wünsche Euch dabei viel Spaß!

Nach dem Grillen ist vor dem Grillen!

Die Reinigung:
Am einfachsten erhitzt ihr den Rost nach dem Grillvorgang einfach auf eine hohe Temperatur. Danach sollten sich Überreste einfach entfernen lassen. Zur Not kann man mit etwas warmen Wasser nacharbeiten! Zur Konservierung und zum Schutz vor Rost, könnt ihr danach den Gusseisenrost erneut etwas mit Öl einpinseln. 

Zusätzliche Informationen: Kleine Übersicht welche Grillroste es gibt und für was man diese einsetzen sollte.

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